…in der wir Tipps über Düsseldorfs „Off KÖ“-Places gegeben haben.

Off KÖ

Ich mag die Königsallee: eine wunderbare Prachtmeile mit internationalem Shoppingfeeling! Doch Düsseldorf bietet mehr. Da gibt’s den Carlsplatz, das eigentliche Herzstück der Stadt, auf dem mittags Banker, Galeristen, Modeleute, Reiche und Scheinende mit Handwerkern, Angestellten, Markt- und Blumenfrauen bunt gemischt essen. Ein charmantes Potpourri, der den eigentlichen Pulsschlag der Stadt ausmacht. In den Straßen rund um den überquellenden Wochenmarkt sind viele Shopping-Kleinode angesiedelt: Fausl & Biskamp auf der Kasernenstraße 6 gehört als Inneneinrichter mit Familientradition seit 1887 und tollem Concept-Store-Angebot unbedingt dazu. Von dort auf dem Weg zum Carlsplatz findet man unaufgeregte Markenshops wie den von Closed auf der Grabenstraße 4. Direkt daneben: Blumen Bergine. Seit Jahrzehnten eine Institution mit atmosphärischem Shabby Chic, unglaublicher Kundenkartei und üppiger Deko-Signature. Denn Tradition wird groß geschrieben. Münstermann auf der Hohe Straße 9 bis 13 ist ein weiterer „Fall“: Der familiengeführte Feinkostladen in 5. Generation vermittelt bodenständig und unprätentiös „hier ist die Welt noch in Ordnung“-Gefühl. Direkt daneben der frankophile Kontor, in dem klassische Tradition auf junge Moderne ohne jeden Schnickschnack trifft. Auch hier steht Qualität im Vordergrund. Genau gegenüber: Herkenrath 1873. Das legendäre Schuhhaus aus Köln hat 2011 den Schritt nach Düsseldorf gewagt und überzeugt mit tollem Markenangebot, das mit ungekünsteltem Know-How verkauft wird. Weiteres Highlight: Coco 2nd. Hier gibt’s (fast) alles von Chanel aus zweiter Hand. Ein Eldorado für Sammler! Gute Nacht bietet in weißer Landhaus-Allure ausgesuchten Luxus rund um Schlaf- und Badekultur. Unweit davon gehört auf der Bilker Straße 22 das Dog’s Deli zu den Geheimadressen: Hausgemachte Kekse und Cracker für den Hund! Damen aus dem Nobelvorort Meerbusch finden sich dort ebenso ein wie alteingesessene Düsseldorferinnen, die ansonsten für Kapriolen wenig übrig haben. Wer es noch weiter „Off Kö“ mag, sollte die Lorettostraße in Unterbilk besuchen. Hier hat sich mit kleinen Cafés und hübschen Läden ein kleines Szeneviertel gebildet. Ein Must ist der Laden von Uwe van Afferden auf der Lorettostraße 35. Der Multikreative verfügt zwar nicht über die Patina alter Familienunternehmen, sein Industry-Design-Angebot jedoch schon. Chic und lässig elegant wird es im „prominenten“ Oberkassel mit vielen Szenecafés, Restaurants und kleinen Geschäften. Wer Luxus ohne KÖ-Feeling mag, geht zu Luisa auf der Luegallee 15, die mit ihrer Quintessenz aus italienischen Luxus- und Cashmeremarken eine Institution ist. Auf dem Weg zurück in die Stadt überquert man mit Blick auf den wunderbaren Hofgarten die Oberkasseler-Brücke, an deren Ende die Düsseldorfer Kunstakademie stellvertretend für die weltweit bedeutende Düsseldorfer Kunstszene mit Weltrang-Absolventen und -Professoren residiert. Ein historischer Prachtbau, der Kunstgeruch verströmt. Ruhe verspricht zum Abschluss die nahe gelegene Stiftskirche, dem ältesten Bauwerk der historischen Kernstadt, die mit dem hinreißenden Charme kleiner Pariser Kathedralen einnimmt.

Pin It

Tags:

#die welt #Die Stilisten

>